Befestigung ob der Pomesau
Die Befestigung liegt an der Gemeindegrenze von Bad Grönenbach zu Kronburg auf einem stumpfwinkligen Geländeeck des Illersteilufers, oberhalb der sogenannten Pomesau. Es handelt sich um einen halbkreisförmigen Graben von ca. 10 x 11m und bis zu 1,5 Tiefe, dessen Aushub der Befestigung als breiter, etwa 1,5m hoher Innenwall im Bereich der N- und W-Seite aufliegt. Der eigentliche Befestigungsraum hinter dem Wall ist relativ klein und misst ca. 12x17m bei rautiger Grundform. Der einstige Zugang dürfte in der südwestlichen Ecke gelegen haben, da dort der Wallfuß nicht ganz bis an den Abbruchrand reicht, wärend der Zugang in der Nordostecke eine Veränderung aus neuerer Zeit darstellen dürfte.
Quelle: Katalog der Befestigungsanlagen des Allgäus von Boris Blum 2008, mit freundl.Genehmigung. Blickrichtung Süden!
Burgställe, Schlösser im Unterallgäu auf einer größeren Karte anzeigen
In der Chronik von Illerbeuren ist darüber zu lesen: Oben am Feld ein großer, halbrunder Graben mit Wall. Vom Volk als Schwedenschanze benannt. Die Schanze bildet ein Dreieck. Die Schweden sollen hier eine Brücke über die Iller geschlagen haben. Um 1800 sah man noch Mauerwerk. Von einer angeblichen größeren Viereckschanze mit Gräben und Wällen die links oben am Weg von der Pomisau auf die Hochebene liegen soll, habe ich durch mehrmaliges Suchen nichts finden können. Vielmehr handelt es sich um ein natürliches Rinnsal welches sich auf zwei Seiten des Berges tief in die Erde gegraben hat. Angeblich hat der Heimatdienst Kempten hier Denksteine setzen lassen. 1. Pomesau - obere Befestigung des schwedischen Illerüberganges von 1646; 2. Pomesau- untere Befestigung der Illerbrücke der Römer und 1646 der Schweden. 3. Schießlings. Befestigung aus der Schwedenzeit 1646 (Handschriftl. Chronik v. Illerbeuren mit Skizzen.)
Von den Gedenksteinen ist weit und breit nichts zu sehen, entweder wurden sie gar nicht aufgestellt oder bald wieder abgebaut.
Aktualisierung vom Juli 2018: Erst jetzt wurde der Gedenkstein aufgestellt, der seinerzeit von Dr. Merkt bestellt wurde, wie man aus der Memminger Zeitung erfahren konnte.
Skizze von Karl Schnieringer
Die Schanze links oben ist die ominöse Viereckschanze, die Schanze rechts oben die einzig deutlich im Gelände erkennbare Schanze (vgl.Grundriss v. B.Blum oben) und rechts unten eine mögliche Befestigung s. Bilder weiter unten.
Wenn man sich von Nordosten aus dem Wald nähert, präsentiert sich die Befestigung sehr mächtig, wie auf diesem Bild zu sehen ist.
Die Ostseite
Der östliche Zugang, vermutlich aus neuerer Zeit
Im Inneren der Befestigung mit Blickrichtung Norden auf den Wall
Der Graben von der südwestlichen Ecke Richtung Osten fotografiert
Nochmals die südwestliche Ecke von einem anderen Standpunkt, Blickrichtung Süden
Im Graben, Blickrichtung Osten
Der Graben mit dahinterliegendem Wall, Blickrichtung Süden
Die gleiche Stelle einige Meter weiter
Auf dem Wall, Blickrichtung Süden
Von der gleichen Stelle in die andere Richtung fotografiert, links die Innenseite der Befestigung
Dieses Bild ist der Versuch die geniale Lage der Befestigung, hoch über dem Iller-Steilufer darzustellen. In der Bildmitte der Fluss, dahinter ein Gebäude (Koordinaten:47.868984,10.182786)
Blick vom gleichen Standort etwas nach links geschwenkt, Blickrichtung Süden, hinter den Bäumen die Iller
Nachdem auf der Skizze von Karl Schnieringer unterhalb der vorher dargestellten Befestigung eine weitere Befestigung eingezeichnet ist, machte ich mich auf die Suche. Nachdem ich im steilen Gelände nichts gefunden habe bin ich auf diesen Bereich aufmerksam geworden. Von rechts führt der Wanderweg von Oberbinnwang kommend nach Rotkreuz vorbei.
Das hier könnte ein schwacher Wall und Graben sein
Gesamtansicht des Bereiches der vorigen zwei Bilder. Im Vordergrund der Wanderweg der den Hügel durchsticht. Ob es sich hier wirklich um die untere Befestigung handelt sei dahingestellt.