Burg Stein
bei Ronsberg
Die Burg Stein mit Herrschaft und Gerichtsbarkeit entstand wohl durch eine Teilung der uralten Herrschaft Ronsberg, die bis zu östlichen Gemeindegrenze Böhen reichte. Das Baujahr der Burg ist nicht bekannt. Urkundlich wird erstmals der zwischen 1228 und 1248 verstorbene Ronsberger Schenke Konrad von Stein im Ottobeurener Totenbuch genannt. Die Epitaphien der Ritter von Stein sind in der Pfarrkirche Engetried zu sehen. 1321 findet ein Walther von Wolfsattel zu Stein Erwähnung. 1505 wird ein Ritter Adam vom Stein genannt. 1746 erwirbt das Kloster Ottobeuren Schloss und Herrschaft Stein und bleibt in dessen Besitz bis 1803. Im Klosterarchiv ist auch das Steiner Archiv untergebracht. Anno 1815 verbrannte in 14 Tagen das Schloss mit samt dem sagenhaften Schlossgeist. Zur Sage. Die Ruine Stein ist abgebildet in Baumann I Seite 550 Link. Zum Schloss gehörten der Bauhof Nr.55 und die Grießmühle, Haus 54. Ein Gedenkstein ist seit 1936 vorhanden. Quellen: B.Blum, Katalog der Befestigungsanlagen im Allgäu; Karl Schnieringer, Burgställe im Landkreis Memmingen, Baumann I. S.550
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Grundriss der Burg Stein mit freundlicher Genehmigung von B. Blum, aus Katalog der Befestigungsanlagen des Allgäus

Dieses Bild befindet sich an dem ehemaligen Forsthaus der Herrschaft Stein
Hier wird die Burg als ein mit Satteldach bekrönter rechteckiger Bau mit ummauerten Bering dargestellt, der an der Südwest- sowie Südostecke mit zwei zwiebeldachbekrönten Rundtürmen ausgestattet wurde. Das Tor und die Brücke waren demnach an der Südseite. Funde sind in Form von aufgelesenen Keramikscherben aller Art vom westseitigen Abhang bekannt. Das Fundspektrum dürfte jedoch ausnahmslos in die Endzeit der Burg ins 18. und frühe 19. Jh. gehören.

Gesamtansicht des ehemaligen Forsthauses

Inschrift am Forsthaus
"Einst Das Forsthaus der Herrschaft Stein. Ab 1746 zum Kloster Ottobeuren bis 1803. Abgebrannt 1954"

Die Griesmühle, einst leibfällige Burgmühle des Schlosses Stein. Mahlmühle bis 1931

Inschrift an der Griesmühle
"Nr.54 - Griesmühle, einst leibfällige Burgmühle des Schlosses Stein. Mahlmühle bis 1931"

Tafel an der Griesmühle mit folgendem Wortlaut:
Gedenktafel
Anno 1914 im August zogen aus diesem Haus drei Brüder in den Weltkrieg hinaus
August als tapferer Held, starb 1915 im Feld
Georg durch Strapazen erkrankt, gab seine Seele anno 1918 in Gottes Hand
Max hatte großes Glück, und kam anno 1918 gesund zurück.
Errichtet vom Besitzer Max Häring.

Gesamtansicht

Gebäude mit einer Schlüsselscharte (rechts im Bild) vor dem Burgstall

Wappen am linken Gebäude

Weg über den Halsgraben zur Burg Stein

Blick in den südlichen Burggraben

Blick zurück vom Burgstall auf die zwei Höfe

Der Gedenkstein mit folgender Inschrift:
Burg und Herrschaft Stein
1228 Konrad von Stein, der Ronsberger Schenke - 1321 Walter Wolfsattel von Stein - 1505 Ritter Adam vom Stein - 1746 vom Kloster Ottobeuren erworben als kurbayerisches Lehen - abgebrannt 1815

Der Gedenkstein auf Burg Stein

Burgareal südlich vom Gedenkstein

Mauerreste? aus Nagelfluh südlich des Gedenksteines

Der südliche Burggraben. In jüngerer Zeit Standort einer Skiflugschanze

An der Ostseite der Burg bricht das Gelände senkrecht ab

Die Ostseite der Burg Stein

Blick vom Burgstall in den nördlichen Halsgraben

Gebäude in der Vorburg mit einer Schlüsselscharte

Das gleiche Gebäude mehr von Süden gesehen

Gesamtansicht des Ortes Stein mit Kapelle im Vordergrund