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Burgstall Ghagburg bzw. Kreuzberg bei Babenhausen

 

Der heute Kreuzberg genannte künstliche Hügel im Weiherghag, der südwestlich des Weihers und 230m südöstlich von Km18,5 der Straße Babenhausen -Winterrieden einen Vorsprung des Auerbachtales einnimmt, ist eine kleine Burgstallanlage. Der ganze Burgstall besteht aus einem einfachen Turmhügel, der von einem Graben und vor diesem von einem Außenwall umgeben ist. Um das Ganze zieht sich auf den Hangseiten noch eine schmale künstlich abgeböschte Flankenterrasse. Der Kegel überhöht das Geländeniveau um 3 - 4 m, von der Talseite her steigt er mit steiler Böschung höher auf. Der bis 5m breite Graben ist auf der Bergseite noch bis 2,5m tief. Der Außenwall ist auf dieser Seite größtenteils verschwunden oder fast eingeebnet. Auf den anderen Seiten ist er noch gut erhalten, wenn auch stellenweise seine Krone abgeflacht ist. Der Durchmesser des Turmhügels auf der SW-NO-Achse beträgt an der Sohle 55m, an der oberen Kante 28m, die entsprechenden Maße auf der SO-SW-Achse sind 51m und 27m. Die Form ist also fast kreisrund. Die ebene Plattform des Kegels, auf welcher in der Mitte ein um das Jahr 1857 errichtetes Hügelchen das namengebende Kreuz trägt, besitzt keinen Randwall, auch keine Spuren einer Umfassungsmauer. Sonstige Gebäudespuren scheinen ebenfalls nicht vorhanden zu sein. Stücke von Ziegeln großen Ausmaßes, die sich fanden, stammen wohl alle nicht von dem Platze, sondern wurden hierher gebracht, als aus solchen der Sockel des Kreuzes und am Nordfuß des Kegels ein kleiner Keller angelegt wurde. Eine zugehörige Vorburg war nicht vorhanden. Es finden sich keine Anzeichen, daß ihre Umwallung etwa nur einer Einebnung zum Opfer gefallen wäre. Funde fehlen bisher. Nach seiner Anlage gehört der kleine Burgkegel der Burgenzeit des 12./13.Jahrhunderts an. Er stellt einen häufig sich findenden Typ der kleinsten Dinstmannenburgen dar und wird wie viele seinesgleichen kaum über das 13.Jahrhunder hinaus Dienste getan haben. Das hier sitzende Dienstmannengeschlecht ist nicht bekannt. Auch von den späteren Schicksalen des Platzes schweigen die Urkunden vorerst, wenn auch zu erwarten ist, daß die Durcharbeitung der mittelschwäbischen Urkunden die eine oder andere hierher gehörige Notiz ergeben wird. Quelle:Dr.B.Eberl

Im Süden und im Osten führt jeweils ein hölzerner Steg über den Graben. 

 


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Gesamtansicht von Süden

Gedenkstein

nach Westen fällt der Burgstall steil ab

Von Osten führt einer von zwei Holzstegen über den Graben

Graben mit Randwall im Nordwesten der Anlage

hier sieht man ganz deutlich den Randwall(rechts)

Der zweite Holzsteg im Süden der Anlage

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