Burgstall Stephansried (Schlossberg)
Kurzinfo: Ort: Ottobeuren-Stephansried; Erhalten: Ringgraben, Turmfundament; Anlage: hoher Burgkegel und Ringgraben an der SW-Ecke des Ortes, 1081 zerstört
Burgstall Stephansried, Gemeinde Guggenberg, auf dem "Schlossberg" Pl.Nr.1313 1/2a im Besitze des Herrn Petrich von Stephansried. Hoher Burggrabenkegel mit Rundgraben und Wälle; gut erhalten. Bauschutt und Scherbenmaterial am Hange des Schloßberges. In der Burg ein Blockhäuschen. Die Rodung geht von Hawangen aus. Wahrscheinlich saß dort ursprünglich ein welfischer Ministeriale, der Stephanus hieß oder den hl. Stephan besonders verehrte. Stephansried erhielt von ihm den Ortsnamen, beide Kirchen haben denselben Patron. In Stephansried Ortsadel. Urkundlich erwähnt ist 1097 der Edle Hartnid. Er saß im Schloß Stephansried. Später geht Stephansried mit Burg käuflich an Ottenbeuren über. Bekannt sind: 1081 der Edle Jagdherr Felix von Stephansried, ein angeblicher Raubritter, dessen Burg 1081 vom kemptischen Burghaldevogt zerstört worden ist (siehe Hundsmoor!). 1097 der Edle Hartnid von Stephansried, 1126 Wolfhart und Rudiger, ottenb. Vasallen, 1176 Wolfsattel der Alte, 1196 dessen Witwe und Wolfhart der Junge, dessen Sohn Rudolf. 1209 verkauft seine Witwe dem Kloster Ottenbeuren. Stephansried war damals ein unabhängiges Dorf mit eigener kirche und Friedhof.
Sagen: Stephansried war früher eine Stadt. Es führt ein unterirdischer Gang von der Burg nach Hawangen und nach Hundsmoor. Die Kirche hat 2 Eingänge, weil sich zwei Ritter stritten und nicht bei der gleichen Türe aus und eingehen wollten.
Zwei Burgmühlen standen westlich des Dorfes Rauschbächle, beide sind abgegangen. Schloßhof war Nr.7, beim Bauernmichel, Besitzer Zettler, einst Grundbesitz 110 Tgw. Die Inschrift am Blockhaus in der Burg lautet: Ehedem Burg Stephansried, genannt Schloßberg, Lehen vom Kloster Ottenbeuren. 1097 Hartnid, Edler von Stephinisried, 1170 Wolfhart und Rudiger von Stephansried. Literatur:Baumann I,339; Schnieringer, Guggenberg S. 1 - 30 und Ottenbeuren I. Teil. (Quelle: Karl Schnieringer, Burgställe im Landkreis Memmingen, 1949)
Burgstall Stephansried
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Aufstieg zum Burghügel
Das erwähnte Blockhäuschen an der Stelle der Burg
Gedenktafel am Blockhäuschen
In der Mauer neben dem Weg zum Burghügel sind interessannte Fundstücke eingemauert
Im Burggraben
Unterhalb des Burghügels lohnt der Besuch des Sebastian Kneipp Denkmals