Burgstall Tannburg
bei Dirlewang
Der Burgstall befindet sich ca. 1600m NW von der Kirche in Lauchdorf entfernt, auf einem in Nord-Richtung vorstoßenden Geländesporn im sogenannten "Mühl-Wald". Bei dem Burgstall handelt es sich um eine in der Gesamtausdehnung ca. 160m lange und etwa 110m breite zweigeteilte Anlage. In einer Entfernung von ca. 250m in Ö-Richtung zum Burgstall befindet sich ein Grabhügelfeld mit z. T. sehr großen Hügeln. Ob ein Zusammenhang beider Objekte zueinander besteht, kann wohl nur eine Grabung klären. Funde vom Platz sind in Form von unglasierten Becherkacheln bekannt, die wohl aus dem 12.-13. Jhdt. stammen dürften und sich im Bereich der großen Einsenkung an der Vorburgs-SW-Ecke finden lassen. Geschichtliche Nachrichten sind unbekannt.
Katalog der Befestigungsanlagen des Allgäus, B. Blum
Burgställe, Schlösser im Unterallgäu auf einer größeren Karte anzeigen
Grundriss mit freundl. Genehmigung von B.Blum
Der nördliche Gaben mit Außen- und Innenrandwall sowie ca. 13m Breite am westlichen Ende
Ausbruchsgrube im Norden
Die selbe Ausbruchsgrube Blickrichtung Osten
Der rechte Außenwall wurde auf 23m eingeschoben, sowie der Innenwall an dieser Stelle abgetragen und zum Auffüllen für eine Erdbrücke verwendet. Blickrichtung Osten
Der nördliche Graben, von der selben Stelle wie oben, nach Westen
Der nördliche Graben endet im Osten in einen steilen Abhang
Blick von Norden auf den großen Schildwall im Süden
Auf der Südseite befestigt ein ca. 100m langer, quer über den Sporn verlaufender, großartiger Schildwall die Anlage gegen das südliche Vorgelände. Der Wall ist ca. 4m hoch und misst an seiner Oberkannte immer noch 4m Breite
Im östlichen Drittel Des Schildwalls durchschneidet ein Forstweg mit vorgelagerter Erdbrücke den Wall und Graben. Blickrichtung Osten
Der Graben vor dem Schildwall in westlicher Richtung
Der Schildwall Blickrichtung Westen
Der Schildwall in Blickrichtung Osten
7m breite Einkerbung im westlichen Bereich des Schildwalls.
Diese 14m breite und 2,5m tiefe Einsenkung im SW-Bereich der Schildwallinnenseite dürfte durch den Einsturz eines unterirdischen Hohlraumes entstanden sein.