Boos ist ein altes Dorf mit eigener Burg und Schloss und Galgen. Der Ortsadel geht hervor aus dem urkundlich viel erwähnten Meierhof. Vom Ortsadel sind bekannt: 1084 Ulrich und Ruf von Bozz, kempt. Ministeriale. 1100 Hartmann von Boos, 1141 Diepold von Boos, 1170/76 Friedrich und Dietrich von Boos, 1246 Konrad von Boos. Hernach kam die Burg in Abgang. Ministerialen werden nicht mehr erwähnt. Das Dorf kommt in die Hände der Patrizier, die im Orte ein neues Schloss erbauen. Besitzer Ende des 14.Jahrh. Heinrich und Friedrich v. Freyberg, kempt. Lehensleute. 1403 Hans Egloffer und Märk Zwicker (erwerben auch Burgstall Reichau), 1405 Ortsteilung durch die neuen Herren. 1409 Ursula Egloffer von Kempten, 1435 Wilh. Besserer, Gatte der Elisabeth Egloffer, 1457 Hans Besserer (Sohn), 1497 Hans Besserer und Barbara Stebenhaber, Ludwig Stebenhaber, 1551 bis zur Säckularisation die Fugger. 1679 wird in das Schloss eine Kapelle eingebaut und ein Kaplan angestellt.
Literatur: Karl Schnieringer, Burgställe im Landkreis Memmingen; Feyerabend I 531,586,II64,182,395; Sonth. IV, 1-52; Unold; Fuggerarchiv Babenhausen
Link: Schloss Boos auf Wikipedia
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Fuggerschloss Boos, Ansicht von Westen
Ansicht von Südost mit der Schlosskapelle
links die Schlosskapelle, rechts ein Hof um den sich die Gebäude Hufeisenförmig herum gruppieren
Das nördlich sich anschließende Gebäude beherbergte einmal die Gastwirtschaft Fugger-Stuben
Ansicht von Nord-Ost
Die Kapelle St. Johann Nepomuk steht in unmittelbarer Nähe südlich der Schlosskapelle
Link: St. Johann Nepomuk auf Wikipedia