Hawangen, ehem. Burg Habenwanch (Burgstall Hawangen, um die Stephanskirche)
Hawangen besteht aus dem Dorf um den Meierhof des Habo. Zur Ritterzeit baut sich der Meier eine Burg an den Ortsrand, heute Stephanuskirche. Um diese Burg entsteht ein zweites Dorf mit dem Bauhof oder Ritterhaus Nr.74 auf Pl.Nr.104. Die Orstsstraßen umziehen die Burg in weitem Bogen und folgen der Linie des Burggrabens, der sich heute noch um die Kirchhofmauer zieht, teils eingedeckt, teils sichtbar (bei der Kriegerkapelle). Das Plänchen (Abb.2)zeigt auf der Nordseite wie der eingedeckte Burggraben an die Angrenzer als Hausgärten verteilt wurde. Etwa innerhalb der heutigen Mauer standen die Schloßgebäude der Ritter v. Habenwanch. Merkwürdigerweise steht heute noch der Turm auf der Westseite. Zwischen Turm und Ostteil der Kirche Erweiterungsbauten. Vor dem Kircheneingang die Gerichtslinde (GL). Burgmühle im Ort. Die Kirche ist aus der Burg hervorgegangen. In der Burg ein Ortsadel. Bekannt ist um 1170 Ritter Ulrich von Hawangen, ottenb. Dienstmann. Die Burg kam sehr früh in Abgang und wurde zur Kirche umgebaut. Schon die Dienstmannen können im Ritterhaus, das noch 1355 erwähnt wird, gewohnt haben. Inschriften: hier stand einst die Burg Habenwanch. 1170 Ritter Ulrich v. Hawangen (an der Kirchhofmauer).Nr.74- beim Rößlewirt, einst Rittergut der Herren von Hawangen, 1355 des Friedrich von Rotenstein. Nr.19 - Burg und Dorfmühle Hawangen. Literatur: Schnieringer, Hawangen Seite 24. (Quelle: Text und Abb. Karl Schnieringer, Burgställe im Landkreis Memmingen 1949)

Abbildung 1

Abbildung 2
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