Ottobeuren, Reichshoffliehburg im Bannwald
750m vom Marktplatz Ottobeuren liegt am Bannwald der sogenannte Annakeller mit Resten seiner Grundmauer (heute nichts mehr zu sehen). Die Fortsetzung des Hügels nach Westen ist laut Schnieringer die Fliehburg. Am Nordhang sei ein tiefer Graben mit Wall erhalten. Er soll Teil des eingeworfenen Ringgrabens sein, dessenSpuren sich noch deutlich abzeichenen sollen. Bei der Begehung im März 2012 konnte ich nur einen schwachen Graben im Nordhang entdecken, ansonsten zeigt der Platz keine eindeutigen Spuren einer Befestigung. Um die West und Nordseite des Hügels fließt das "Motzenbächle" eine künstliche Anlage zur Zeit des Klosterbaues (1711). Es fließt zu den Feuerweihern und zur Bleiche. Die Entstehung soll nach den ersten Ungarneinfällen durch den Reichshof Ottenbeuren erfolgt sein. Der Heimatdienst Kempten ließ hier einen Denkstein setzen mit der Inschrift: "Burgstall im Bannwald, einst Reichshof-Feste Uotenburen" Der Platz wird weder in der Literatur erwähnt noch gibt es hierzu Sagen.

Blick zum Gedenkstein

Der Gedenkstein in der Nahaufnahme

Der Graben im Norden der Anlage

Das Motzenbächle macht den Besuch der wenig spektakulären Anlage wieder wett

Das Motzenbächle auf der Westseite der Anlage