Fortsetzung des Textes "Zwei verschollene Burgställe bei Steinbach a.d.Iller" (Memminger Geschichtsblätter 1913/2./35) Anfag des Berichts unter: Burgstall Alt-Waldegg
Äußerst dürftig ist im Gegensatz zu Waldegg das, was wir über den zweiten Burgstall wissen. Er befindet sich nördlich von Steinbach auf der vorspringenden Landzunge zwischen der Mühle am Steinbächle und der Illerniederung. Die Steinbacher nennen die Höhe den Schloßberg; der darauf stehende Wald gehört einigen Bauern. Am besten gelangt man hinauf, wenn man von der Molkerei den Weg hinter dem Gasthaus zum Adler ansteigt und auf der Höhe gleich links den ersten Seitenweg nordwärts verfolgt. Nach nahezu 600 Schritten trifft man einen die ganze Riedelplatte querenden Graben, auf den nach fast 30 m ein zweiter folgt. Hinter diesem tritt man aus dem Hochwald in niedrigeres Buschwerk hinaus, in dem sich eine dritte Grabenspur zeigt. Der Rundblick dort oben ist äußerst malerisch. Dem ganzen Aussehen nach haben wir es hier aber wohl mit einer vorgeschichtlichen Abschnittsbefestigung, ähnlich wie auf dem Hohen Rain, zu tun. Weder die Sage noch eine geschichtliche Überlieferung berichtet etwas von dem vergessenen "Schloßberg". (Julius Miedel
Lage des Burgstalls auf Bayernviewer, Topographische Karte
Burgställe, Schlösser im Unterallgäu auf einer größeren Karte anzeigen

Zugangsbereich des Burgstalls mit dem ersten Wall und Graben

Blick über das Burgareal zum Gedenkstein



Blick vom Standort des Gedenksteins Richtung Norden auf eine weitere Erhebung auf dem Burgareal

Blick nach Süden über das Burgareal

Graben

Ein weiteres lohnendes Ziel ist die Wallfahrtskirche Maria Steinbach in unmittelbarer nähe
