Die Anlage liegt nur ca. 200m südlich von der ehemaligen Wasserburg bei Winterrieden. Den ersten Eindruck, den die Befestigung auf dem Buchenbühl mit der kräftigen Profilierung ihrer Wehranlagen macht, ist der einer Fliehburg. Manches an der Anlage möchte sogar für vorrömischen Ursprung sprechen. Doch finden sich dann wieder Einzelheiten, welche doch nicht daran zweifeln lassen, daß es wohl ein Burgstall ist, den wir vor uns haben. Die vom Gelände bedingte Stufung der Wehrabschnitte findet sich ja auch sonst gelegentlich an Burgen. Sie ist auch die Ursache, daß der Raum einer Hauptburg nicht in der deutlichen Form wie sonst in Erscheinung tritt. Besonders verstärkt den Eindruck aber die Art, wie die eine Vorburg (5) am Fuße der Befestigung angefügt ist. Daß die Anlage, die in ihrer Art vielleicht einen frühen Typus (des 11. Jahrhunderts) darstellt, mit ihrer Engräumigkeit und Unbequemlichkeit bald verlassen wurde, stimmt damit zusammen, daß keine geschichtliche Nachricht von ihr meldet, auch kein hier sitzendes Geschlecht bekannt ist. Vielleicht hat man in ihr doch die Vorläuferin des späteren Burgstalles von Winterrieden zu erkennen, der einen Kilometer weiter westlich sich befindet. Eine Hauptburg hebt sich nicht eigentlich ab. Doch wird wohl der Abschnitt 1 als Hauptburg zu deuten sein. Ihm sind gegen Süden zwei weitere Abschnitte als Vorburgen vorgebaut. An der südlichen Vorburg (3) besitzt der wichtige äußere Verteidigungsabschnitt gegen die Bergseite hin zu einem kräftigen Wall einen Graben von verhältnismäßig schwachem Profil (Breite 4 m und Tiefe 2 - 2,5m). Den Ostfuß des Abschnittes umzieht ein Graben mit schwachem Außenwall auf einer Hangterrasse. Diese Vorburg überhöht den nächsten Befestigungsabschnitt(2), der durch kräftigen Graben und Wall abgetrennt ist, aber eine nur wenig über halb so große Plattform besitzt. Eine 9 x7 m messende Grube in der Südwest-Ecke ist wohl als Vorratsgrube, etwa als Wasserzisterne zu deuten, nachdem anscheinend nichts von Mauerresten auf die ausgebrochenen Mauern eines Gebäudes deutet. Auch hier umzieht den Ostfuß ein Graben, während auf der Westseite ein solcher, wenn er vorhanden war, zerstört ist durch Rutschungsterrassen, die südwärts bis zu einem Schuttkegel reichen, der aus dem Graben zwischen 3 und 2 ausgeräumt ist. Der Kern der Befestigung (1) ist ein durch eine Stufe geteiltes kleines Plateau von etwa 25 x 11 m Oberfläche,überhöht von der südlichen Vorburg und von ihr durch einen kräftigen Graben abgetrennt, während der Wall zerstört ist. Die West- und Ostseite sind, wie bei den schon beschriebenen Anschnitten durch einen natürlichen, wohl künstlich noch etwas abgesteilten Geländeabfall geschützt. Die Nordseite ist wieder als Steilabbruch ausgebildet, denn ein Graben und ein schwacher Wall vorgelegt ist. Ein um die ganz Plattform ziehender Randwall findet sich auf keinem der Abschnitte. Die weitere niedrige Vorburg, die dem Nordfuß der Befestigung vorgelegt ist, hat auf der nordseite Wall und Außengraben. Die Befestigung der Ostseite, wo den Hang des Wolfgrabens Erosionsterrassen bilden, ist durch das neue Sträßchen ebenso zerstört wie das Ostende des den Raum in zwei ungleiche Teile (4 und 5) gliedernden Walles und Grabens und das Ostende der Nordrandbefestigung dieser Vorburg. Die alten Hohlen des älteren Waldsträßchens durchziehen die Vorburg und zerstören sie teilweise, sonst ist die im Walde liegende Anlage ziemlich gut erhalten und bildet mit ihren Besonderheiten ein Objekt, das nach einigen Seiten Interesse erregt. Funde fehlen bisher gänzlich. Quelle: Dr.B.Eberl, Lueg ins Land Nr.8
Grundriss (1-5) der Befestigung auf dem Buchbühl, 6 ist die ehem. Wasserburg
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Der untere Punkt ist die Befestigung auf dem Buchbühl
Gesamtansciht von Norden im Bereich 5
Der 1.Graben zwischen Bereich 4 und 5
Der 1.Graben
Der 2.Graben zwischen Bereich 1 und 4
Der 2. Graben Blickrichtung Osten
Der 2. Graben vom Bereich 1 zu Bereich 4 hinab fotografiert
Der 3. Graben zwischen Bereich 1 und 2
Eine runde Ausbruchsgrube im Bereich 2
Blick von Bereich 2 in den 4.Graben zu Bereich 3
Der 4.Graben Blickrichtung Osten
Blick von Plateau 3 nach Süden in den 5.Graben
Blick von Osten auf das Plateau 2
links das Platau 2, rechts Platau 1, dazwischen Graben Nr.3