Ehemalige Wasserburg bei Winterrieden
Die Befestigung im Stil einer mittelalterlichen Motte liegt südlich von Winterrieden, 25m östlich vom Sträßchen nach Reichau am Waldrand über der Mündung des Wolfgrabengerinnes in den Auerbach. Der Burgstall besteht aus einem ca. 4,5m hohem Kegelstumpf mit einer fast kreisrunden Oberfläche von 14,5 x 13,5m. Die Grabenbreite misst 6-7m und eine durch Einschwemmungen heute größtenteils verschüttete Tiefe von 2m. Durch das Wolfsgrabengerinne wird der Graben auch heute noch mit Wasser gefüllt. Es handelt es sich offenbar um einen Burgstall kleinsten Ausmaßes, der hier ähnlich wie der talabwärts gegegene doppelt so große Burgstall Ghagburg bzw. Kreuzberg bei Babenhausen, aber als Wasserburg angelegt, irgend einer kleinen Dienstmannenfamilie als Ansitz diente. Die Zeitstellung im 12. bis 13. Jahrhundert und die wahrscheinlich kurze Dauer der Benützung wird die gleiche sein wie bei der Ghagburg. An Funden sind mittelalterliche Hohlziegel und verbrannter Hüttenlehm mit Schilfabdrücken, die in einer neueren Grube auf dem Kegel zu Tage kamen, bekannt. Ein örtlicher Zusammenhang mit der unweit südlich gelegenen Befestigung auf dem Buchbühl ist offenbar nicht vorhanden. Allenfalls besteht eine Zeitfolge, welche den kleineren Turmkegel auf dem Talboden als den jüngeren erscheinen lässt, ohne daß daraus sich folgern lässt, daß der mit seiner Verteidigungsbestimmung das obere Werk abgelöst hätte. Quelle: Dr.B.Eberl im Lueg ins Land Nr.8 1.Jahrg.
Die Wasserburg befindet sich bei der Nummer 6
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Ansicht von Südwesten
Ein kleiner Graben mit Wall zwischen Weg(rechts) und dem Burgstall (links) vgl. Grundriss bei Nr.6
Ansicht von Süden
Die Südostseite mit Wassergraben
Ansicht aus dem Wolfsgraben heraus auf die Ostseite der Anlage
Die Ostseite mit Wassergraben
Die Oberfläche des Burgkegels mit einer Grube
Gesamtansicht von Westen