Wolfertschwenden-Bossarts, Burgstall Felsenberg
Östlich von Niederdorf auf der Bossarter Höhe, Pl.Nr.176a im Besitz des Bauers Seefelder. Über einer 15m hohen Steilwand, nahe den sogenannten Geologischen Orgeln. Angrenzend die Schloßäcker; darin war bis 1634 der große Felsenberghof, der damals abbrannte - die Bewohner flohen. (C) ein eingedeckter Hohlweg, der Felsenstaig genannt. Der Weg führt nach Niederdorf zur Mühle und zur Kirche im Walde mit verrutschter Rampe. Unter der Steilwand (D) Mauerreste und Hohlziegel neben einem Brunnen(E). Die Burganlage (A) fast zerstört, weil die Schloßäcker bis auf einige Meter an den Steilhang reichen. Halbkreisförmiger Wall (B) abgegraben, Spur noch zu erkennen. Im Acker mittelalterliche Scherben. Burgraum klein; nur Raum für Turm. Süd-u.Nordseite Graben unter Haselnußstauden. Westseite ein Wällchen. Burg im Welfenkrieg zerstört. Die Theinselberger Bauern bitten den Abt von Ottenbeuren im Burgstall nach Bausteinen graben zu dürfen. Literatur:Schnieringer, Niderdorf/Lachen, Baumann I 265, Miedel S.191, Zeichnung von Dr. Eberl. Burgsteininschrift: Hier stand einst die Burg Felsenberg, Lehen vom Kloster Kempten. 1370 Rueger I. von Felsenperch, 1424 Burgstall des Klosters Ottenbeuren, 1802 bayerisch, 1815 noch mit Wall und Graben. (Quelle:Karl Schnieringer, Burgställe im Landkreis Memmingen,1949)

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